Standortdaten:

08315 Lauter-Bernsbach
Bundesland / Landkreis:
Sachsen / Erzgebirgskreis
Höhe / Fläche:
377-813m ü. NN / 30,31 km²
Einwohner:
ca. 9.130

Sehens- und Besuchenswertes in und um Lauter

Lauter ist nicht nur idealer Ausgangspunkt für Wanderungen in eine herrliche, waldreiche Umgebung. Unser Ort hat auch viel Sehens- und Besuchenswertes zu bieten.

Empfehlenswert - ja eigentlich ein Besucher-Muss - ist die Spirituosenausstellung "Alte Laboranten-kunst" der Firma Lautergold Paul Schubert GmbH www.lautergold.de mit Laborantenstübl und Spirituosenmuseum, dessen erzgebirgische Spirituosenspezialitäten bis weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt sind. Das seit 1734 bestehende Familienunternehmen lädt seine Besucher zu Werksbesichtigungen und Verkostungen seiner Liköre in die firmeneigene Pobierstube ein ... zum Wohle also! Ein Vortrag über die königlich-sächsischen Laboranten, die sich vor allem nach dem Tode August des Starken hier niederließen und echte erzgebirgische Haus- und Heilmittel produzierten, bereichert das Wissen der Zuhörer. Diese alte Laborantenkunst der Tropfen, Balsame und Elixiere wurde in der Weiterentwicklung durch die Familie Schubert auf die Herstellung von Spirituosen aus der großen Fülle der Wurzel- und Kräuterkraft der Gebirgs- und Waldwiesen übertragen. Da sage keiner mehr, dass das "Lautergold" keine Medizin sei.

Im Ortsbild bedeutend ist vor allem das historische, denkmalgeschützte Bauensemble Kirche-Pfarramt-Kantorei sowie das oberhalb der altehrwürdigen Kirche aus dem Jahr 1628 befindliche Glockenehrenmal. Das architektonisch reizvolle und sehenswerte Glockenehrenmal auf dem Friedhof beherbergt drei Glocken aus dem Jahre 1928, während sich die Urglocken auf dem Kirchturm befinden. Im Ehrenmal sind zwei Tafeln zur Erinnerung an die Gefallenen des 1. und 2. Weltkrieges aufgestellt.

Im Zentrum dominieren das historische Rathaus aus dem Jahre 1875, welches einst als Schule diente, ein modernes Verwaltungsgebäude sowie das 1899 eingeweihte Backsteingebäude der Oberschule "Heinrich Heine" aus der Gründerzeit, welches zu den schönsten seiner Art in Sachsen zählt. Der neu gestaltete Marktplatz im Zentrum der Stadt lädt zum Verweilen ein und ist Ausgangspunkt für einen Stadt- und Einkaufsbummel.

Im Jahr 2007 richtete Familie Barth und der Erzgebirgszweigverein Lauter in der Schwarzenberger Str. 15 (in den Räumen der Fa. SIBA) eine "Spakorbstub" ein.

In der "Spakorbstub" finden Sie Nachlässe eines traditionellen Lauterer Handwerks - der Spankorbflechterei - und es wird mit verschiedenen Erinnerungsstücken den bedeutenden Heimatdichtern gedacht, die maßgeblich dazu beitrugen, dass Lauter einst den schmückenden Beinamen "Dichterwinkel des Erzgebirges" trug.

 

Seit dem 02. Oktober 2012 befindet sich diese „Spakorbstub“ in der neuen Begegnungsstätte (Heimatstube) im Ortsteil Lauter in der Straße des Friedens, diese ist jeden letzten Samstag im Monat von 14.30 bis 17.00 Uhr für Besucher geöffnet. Der Eintritt ist frei! Eine Besichtigung ist außerdem bei telefonischer Voranmeldung (03771/7031-0 oder 7031-30) zu jeder Zeit möglich. Der Besuch ist sehr empfehlenswert, denn gezeigt werden teils seltene Ausstellungsstücke aus der Geschichte Lauters, aus Industrie, Handwerk, Bergbau, Landwirtschaft, Freizeit und Sport...

Das Gebäude ist neben den Spankorbflechtern auch das Domizil der Schnitzgruppe des EZV Lauter und der starken Männer von Kraftsport Lauter e.V.

Seit Ende 1995 ist Lauter wieder im Besitz der Postmeilensäule, welche im Zuge der Umstrukturierung in Aue (Schillerplatz) aufgestellt war.

Wer Lauter besucht, sollte Zeit mitbringen. Idyllisches entdeckt der Besucher oft erst beim zweiten Hinschauen. Entdecken Sie Lauter und die wunderschöne waldreiche Umgebung: In der Rubrik Natur und Wandern erhalten Sie Tipps für ausgedehnte Wandertouren und auch interessante Ausflugsziele stellen wir Ihnen vor.

Besuchen Sie uns und lassen sich überraschen, was unser kleines Städtchen alles zu bieten hat. Es ist immer lohnenswert, sich auf Entdeckungsreise in und um Lauter zu begeben.

...in und um Bernsbach und Oberpfannenstiel

 

„Balkon des Erzgebirges“ nennen die Einheimischen und ihre Gäste Bernsbach und Oberpfannenstiel wegen der herrlichen Lage am Südwesthang des Spiegelwaldes.

 

Die Ortsteile erstrecken sich vom Schwarzwassertal (394 m) bis zum „Einsiedel“ und dem Spiegelwaldplateau (728 m).

Im Zentrum Bernsbachs mit dem neugestalteten „Dorfplatz“ befinden sich das Rathaus und die Kirche „Zur Ehre Gottes“, erbaut 1679-81 nebst Pfarramt. Die Kirche wurde als Rundbau im Barockstil errichtet und diente später als Vorbild für die Carlsfelder Kirche und damit gewissermaßen auch für die berühmte Dresdener Frauenkirche.

Einige der noch erhaltenen ältesten Gebäude Bernsbachs sind u.a. die „Schröter-Schmiede“,

das Wapplerhaus, das Stiehler-Haus in der Lauterer Straße, der ehemalige Gasthof „Zum Lamm“ direkt neben dem Rathaus, das Fröhlichgut und die „Alte Mühle“ am Mühlteich.

In der Heimatstube des EZV (Beierfelder Straße 16, am Gewerbepark) wird den Besuchern ein interessanter Einblick in die Geschichte des Ortes und das Leben und Arbeiten der Menschen unserer Region geboten. Dies reicht von der Besiedlungszeit um 1200 bis zur industriegeschichtlichen Entwicklung des 20. Jahrhunderts. Man erfährt hier z.B. einiges über Prof. Dr. Wolfgang Kaden, dem Erfinder der „künstlichen Niere“, der ebenso in Bernsbach lebte wie Curt-Herbert Richter, ein bekannter Zithersolist und Komponist. Das wertvollste Ausstellungsstück ist eine von Sebastian Münster verfasste „Cosmographey“ aus dem Jahre 1579. Dieses wertvolle Kulturgut ist jeden ersten Samstag im Monat von 13-15 Uhr oder nach telefonischer Voranmeldung unter 03774/140629 oder 03774/62334 (Matthias Herrmann) zu besichtigen.

 

Ein markantes Gebäude im Ort ist die Grundschule „Hugo Ament“, die 1927 erbaut wurde. 2008 wurde an ihr eine moderne Einfeldturnhalle angebaut. Die frühere Schulturnhalle, erbaut 1907, direkt gegenüber der Kirche, ist heute das Domizil des „Turnvereins 1864 Bernsbach“.

 

Zwei moderne Sport- und Freizeitstätten in Bernsbach sind das Freizeitbad (Wasser wird mit Solarenergie erwärmt) und die neue Vierbahnenkegelbahn „Grüner Baum“.

 

Prägend für das Ortsbild von Oberpfannenstiel ist die direkt an der Auer Straße gelegene „Martin-Luther-Kirche“, die 1819 geweiht wurde. Es war damals der erste neugotische Sakralbau in Sachsen.

 

Ein Gästemagnet ist natürlich der direkt an der Stadtgrenze zu Grünhain-Beierfeld gelegene „König-Albert-Turm“ auf dem Spiegelwald. Von der 31,5 Meter hohen Aussichtsplattform – auch mit einem behindertengerechten Aufzug erreichbar – hat man einen fantastischen Blick auf  einen großen Teil des Erzgebirgskamms.

Das Panorama reicht vom Fichtelberg bis an die Höhenzüge des Vogtlandes und bei guter Fernsicht sogar bis hin zum Völkerschlachtdenkmal bei Leipzig.